"Das größte Experiment der Welt" hat es in seiner redaktionellen/medialen Bedeutsamkeit auch bis nach Indien geschafft, wo der Erdball seit drei Tagen von schwarzen Löchern verspeist wird. In Orissa, dessen Erde seit Wochen blutgetränkt ist durch gewaltsame Religionskonflikte zwischen Hindus und Christen, flüchten die Menschen inzwischen aus Angst vor dem Untergang in die Tempel. Dabei ist ein DIY-Schwarzes Loch doch eine so avantgardistische Methode, die Schrecken dieser Welt ein für alle Male zu beseitigen. 

"Größtes Experiment der Welt. Morgen wird die Große Maschine gestartet." (Das Programm stammt von gestern.) Man beachte den roten Ring ums Schwarze Loch.

Es bleiben nur 15 Stunden. Zweifel am Erfolg der Maschine.

Ganz Indien hat nur eine Frage: Keine Gefahr vom Schwarzen Loch?
Über uns braut sich schon wieder ein Gewitter zusammen. Der Monsun, obwohl in den letzten Zügen, plustert sich noch einmal mächtig auf und spuckt und grummelt, was die Wolken und das himmlische Soundsystem hergeben. Nicht schön, denn inzwischen habe ich eine unnatürlich Angst vor Pfützen entwickelt
und führte I.C. Colony gestern eine sehr elegante Einlage der Springenden Gazelle vor - den ganzen Weg zum Postamt und zurück. Sauerrei: Preiserhöhung bei der Post. So kurz vor Weltuntergang kostet mich ein Brief nach Deutschland gleich mal 33% mehr als zuvor. ![]()
Übrigens: Wer verständlicherweise nicht genug von mir bekommen kann, der greife zur Septemberausgabe des Magazins ISHQ und lese einen reichlich bebilderten Artikel zur Monsunwelt in Mumbai von mir. 
Update (11. September 2008)
Nicht für jeden war das Spektakel um CERN und das Schwarze Loch so unterhaltsam: ein junges Mädchen in Bhopal im Bundesstaat Madhya Pradesh klebte den gesamten Tag am Fernsehen und ließ sich vom drohenden Ende berieseln. Am Ende des Tages war sie so verwirrt, dass sie in der Nachbarschaft herumlief und ihre Freunde und Familie fragte, was aus ihnen allen werden sollte. Ihre Angst vor dem Weltende hatte sich so drastisch gesteigert, dass die 16jährige schließlich mit einer Packung Tabletten dem Schwarzen Loch vorauseilte und am folgenden Tag im Krankenhaus in Indore starb.
Sie war nicht so glücklich gewesen, eine Schulbildung genossen zu haben, die ihr es erlaubt hätte, den Unsinn auf IndiaTV zu entlarven. Sie war nur bis zur dritten Klasse in der Schule gewesen. Inzwischen hat das Ministry of Information & Broadcasting eine Warnung an IndiaTV und einen weiteren Sender, Aaj Tak, herausgegeben, sie sollen den Inhalt ihrer Sender mit mehr Verantwortungsbewusstsein gestalten. Ich frage mich, warum ihnen nicht eine härtere Strafe droht.
lustmolchin






Hallo Nosianai
bei uns wabert es nur so vor Schwarzen Löchern. Mon Dieu, die wandern nach Bayern, also auch östlich Richtung Indien.
http://lustmolchin.blog.de/2008/09/10/cern-ueberall-4706983
LG Emma