• Hindu Sanskars - Zeremonien für Babys

    01 Punsavana
    Dieses Ritual findet ca. im 3. oder 4. Schwangerschaftsmonat nach. Man betet für den Schutz des Babys. Traditionell handelt es sich allerdings um ein Gebet für einen Sohn.

    02 Simantonnyana oder Godh Bharai
    Findet im 7. Monat statt und kommt in etwa einer Babyshower gleich. Die werdende Mutter wird mit ihren Lieblingsgerichten bekocht und reich beschenkt.

    03 Jatakarma
    Diese Geburtszeremonie heißt das Baby willkommen in der Welt. Je nach Interpretation der Zeremonie zeichnet der Vater mit Honig das Wort "Aum" auf die Zunge des Babys (oder steckt ihm einfachheitshalber einfach nur Honig in den Mund) und flüstert den Namen Gottes in sein Ohr.

    04 Ritual zur Entfernung des Evil Eye am 6. Tag
    Eine kurze Pooja soll das Evil Eye (durch Neid verursachtes Ungemach) abwenden.

    05 Naamkaran
    Namensgebung (Beitrag von Okt 2006)

    06 Annaprashan
    Der erste Reis. Annaprashan markiert den Übergang von flüssiger zu fester Nahrung. Für Jungen wird das Ritual in gerade Monaten, normalerweise dem 6. oder 8. durchgeführt, während es für Mädchen in ungeraden Monaten stattfindet, normalerweise dem 5. oder 7.
    Üblicherweise werden Reis mit etwas Butterschmalz und eventuell auch Dal (Linsen) für das Baby gekocht.

    07 Mundan
    Babys erster Haarschnitt dient, wie so viele Hindurituale, der rituellen Reinigung des Körpers. Man glaubt, dass das Haar eines Neugeborenen unrein ist und darum entfernt werden sollte. Darum wird der Kopf des Babys im ersten oder im dritten Lebensjahr rasiert und das Haar wird geopfert. Abgesehen von diversen Interpretationen dieses Rituals (nämlich dass es den Kopf kühl hält, sämtliche Negativität aus früheren Leben entfernt und diverse Schmerzen lindern kann), glauben viele Hindus, dass das Rasieren des Kopfes die Blutzirkulation anregt und das Haar dicker und gesünder nachwächst.

    Es gibt noch eine Reihe weiterer Hindu Sanskars (Sakramente), doch ich habe mich auf die üblichen beschränkt und ganz besonders die weggelassen, welche nur für spezifische Kasten gelten. Wikipedia bietet eine übersichtliche Auflistung aller Sanskars.

    - - - - - - - -

    Wir haben keins dieser Rituale durchführen lassen bzw. habe ich nicht vor, weiter in der Zukunft liegende Rituale durchzuführen. Sanskars wie die Namensgebung "Naamkaran" benötigen ein offenes Feuer, und da Roma bereits mit einem herrlichen Namen gesegnet ist, können wir auf Feuer und Qualm verzichten. Andere Rituale, wie z.B. Mundan, bringen mich kopfschüttelnd auf die Palme. Roma muss ihr Leben vermutlich mit dünnem Haar fristen, bevor ich einen wildfremden Mensch da einen Rasierer mit offener Klinge ansetzen lasse. Oder vielleicht schickt Oma ein paar Packungen Bio-H-Tin aus Deutschland. ;)

  • Die Neue Welt - Update

    Am 26. Oktober 2009 um 5Uhr morgens erblickte Roma Fleur das Licht der Welt.
    socken

    Danke für die vielen Glückwünsche. Es geht uns allen blendend.

    Das mysteriöse Foto:
    Das rosa-blaue Rätsel erklärt sich durch die Tatsache, dass Ultraschalluntersuchungen in ihrer Genauigkeit in Etwa einer Kristallkugel gleichkommen. So kam es, dass Ripudaman - der geschlechtskonform in Blau verpackt werden sollte - sich als kleines Blümchen entpuppte, deren Garderobe nun höchstens durch einen überstarken Hang zum Feminismus fehlinterpretiert werden könnte. Da muss sie nun durch. :yes:

    Das fehlende Foto:
    Wie so ein blaues Blümchen ausschaut, werde ich an dieser Stelle allerdings nur als Beitrag "für Freunde" einstellen.

  • Im Dschungel

    Zur Zeit flimmert bei uns 24/7 der Kanal Animal Planet. Die Lustige Welt der Tiere zum Abwinken, sozusagen. Beispielsweise stolpere ich mehrmals täglich über stark befahrene Ameisenstraßen in der Küche, was sich ganz komisch auf meine Laune auswirkt. Bewaffnet mit Insektiziden in der Dose sprüh ich nun fast täglich Tier- und Umweltschützern Tränen in die Augen. Bei den Ameisen müssen das Lachtränen sein, denn die gucken nur eine Weile komisch und biegen dann halt ab, um eine neue Straße zu formen.

    Auf dem Balkon wohnt mittlerweile eine Hornisse in ihrem Bio-Schlammhaus und schleppt mir jeden Tag ein Sammelsorium an grünen Raupen an, die sie mir vor die Balkontür schmeißt. Vielleicht steckt sie in einer Identitätskrise und meint, sie sei ne Katze und müsse mir darum totes Gewürm mitbringen, um ihre überschäumende Liebe auszudrücken?

    Und dann das hier:
    ameisenkrieg

    Ameisenkrieg!
    Es kommt vom Foto nicht so toll rüber, aber ein solcher Kämpfer maß einen stolzen Zentimeter und hatte gigantische Schlachtermesser an den Beinen.

    Ich habe nicht die geringste Ahnung, was das für ein Kokon an der Wand ist, aber diese Killerameisen haben ihn aufgemeißelt und dort Stunden lang Spalier gestanden. Dann waren sie weg.

    Ich glaube, ich kann die säuberlich gebügelten Salwar Kameez weglegen und mir in Zukunft so einen Tarzan&Jane Dschungelfetzen zulegen. :> Das meinen die Medien immer, wenn sie "Großstadtdschungel" sagen!

  • Diwali 2009

    Alle Jahre wieder böllert sich das größte indische Fest in unser Bewusstsein: Diwali. Es wird erwartet, dass man urplötzlich Heißhunger auf Trockenfrüchte entwickelt, und die Geschäfte und Geschenke von Freunden & Verwandten quellen über vor Mandeln, Cashew, Pistazien, Rosinen und wassonstnochzwischendenZähnenklebt. :) Man beschenkt sich. Dekoriert das Haus. Macht ein bisschen Puja. Und damit es nicht zu viel Spaß macht, muss man sich mit dem Lärm einer Milliarde Böller abfinden.

    Um für den Rangoli-Reinfall letztes Jahr zu kompensieren, hatte ich mich dieses Mal belesen, wie man so etwas überhaupt macht, anstatt einfach drauf loszukrümeln und zu hoffen, dass was G'scheites dabei rauskommt. Das Resultat verursachte keinen angenehmen Lachkrampf wie Diwali 2008, kann im Gegenzug aber durchaus mit positiven Adjektiven beschrieben werden. Schön, zum Beispiel. Oder noch treffender: Unnachahmlich. ;D

    Rangoli01
    Mit Schablone.
    Rangoli02
    Frei Schnauze Nase.

    Diwali09

    Dank Schwiegis gab es dieses Jahr eine kleine Pooja, und man kann nur hoffen, dass Lakshmi, die Göttin des fetten Zasters, dieses Jahr weiß, wie der Hase läuft und uns recht bald einen Besuch abstattet. ;)

    Auch habe ich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt: Da Dienstleister und Personal dem Glauben obliegen, die Fröhlichkeit, welche Diwali selbstverfreilich verursacht, sei am besten durch Bargeld ausgedrückt, fordern sie dieses kurz nach Diwali dann auch ein. Das heißt, der Postmann, der Wachmann, der Müllmann, die Putze, etc. pp - sie alle wollen eine Scheibe einen Schein meines Glücks abhaben. Um peinliche Situationen zu vermeiden, in denen ich in der Geldbörse nach passenden Scheinen krame, welche dem Empfänger natürlich häufig zu gering ausfallen, habe ich dieses Jahr Geldumschläge gekauft, gefüllt und zugetackert. Mit ner Schokolade drauf. Das ist diskret und bringt mir leuchtende Augen und ein "Danke" anstatt ein "Mehr". ;)

    Mehr Diwali.



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